Aktuell

 

[Stellungnahme Deutscher Teeverband v. 24.09.2015]

Stiftung Warentest: Schadstoffe in Grüntees


In der Ausgabe 10/2015 veröffentlichte das Verbrauchermagazin „test“ einen Artikel über Schadstoffe in grünen Tees. Nach Erscheinen des Testberichts erreichten uns in den letzten Tagen einige Nachfragen, ob der Verzehr von grünem Tee als risikoreich einzustufen ist. Wir möchten bei dieser Gelegenheit gerne auf eine offizielle Stellungnahme vom Deutschen Teeverband
hinweisen, wonach Verbraucher grünen Tee weiterhin bedenkenlos trinken können.


Die komplette Stellungnahme können Sie hier herunterladen:

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Pyrrolizidinalkaloide in Tees

Anlass der erneuten Berichterstattung zum Thema PA in den Medien möchten wir Ihnen den aktuellen Stand der Aktivitäten der Teewirtschaft sowie die neuesten Erkenntnisse zu Ursachen von PA in Kräutertee und Tee darstellen.

Grundsätzlich sollten Verbraucher auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten und auch abwechslungsreich trinken. Tee kann weiterhin bedenkenlos vermarktet und konsumiert werden. Es sind keine Fälle bekannt, bei denen Verbraucher durch den Konsum von handelsüblichen Tees gesundheitlich beeinträchtigt wurden.

Hintergründe und Ursachen für PA in Tee

Eine identifizierte Ursache für PA in Tee sind PA-bildende Pflanzen, wie z. B. Jakobskreuzkraut, die ungewollt zusammen mit den Teepflanzen geerntet werden. PA werden von diesen Pflanzen als „Schutz vor Fraßfeinden“ gebildet und sind somit ein Naturprodukt. Bereits eine geringe Anzahl von etwa fünf PA-bildenden Unkräutern pro 50.000 bis 60.000 Nutzpflanzen auf einem Hektar Anbaufläche reicht aus, um nachweisbare Gehalte im Ernte gut zu erzeugen. PA-haltige Unkräuter wachsen zunehmend auf öffentlichen Flächen und Brachland im Umfeld der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Damit ist das Auftreten von PA auch als ein Ergebnis der bewussten Reduzierung von Unkrautbekämpfungsmitteln zu werten.

Maßnahmen der Teewirtschaft

Für die Teewirtschaft hat die Minimierung von PA in Kräutertees und Tees höchste Priorität. In Zusammenarbeit mit Anbauern, Agrarexperten und Laboratorien sind bereits Maßnahmen umgesetzt worden und es wird an weiteren Lösungen gearbeitet. Die Teewirtschaft wendet inzwischen die Analysenmethode des BfR für eigene Untersuchungen an. Sie wurde praxistauglich gemacht und weiterentwickelt, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten.  Damit PA-haltige Unkräuter gar nicht erst in Kräutertees und Tees gelangen, schult die Teewirtschaft die Anbauer in aller Welt, so dass sie PA-haltige Unkräuter erkennen und soweit wie möglich aus den Anbauflächen entfernen.

Im Rahmen einer europäischen Zusammenarbeit erfassen die Teeverbände sämtliche Informationen zum Thema. Ziel ist es, erstmals detaillierte und umfangreiche Aussagen zu PA in Tees zu machen, die weiter zu einer Minimierung beitragen.

Die Teewirtschaft nimmt die PA-Funde ernst und arbeitet aus vorsorgendem Verbraucherschutz weiter mit allen Mitteln umfassend an einer Minimierung von PA in Tee. An weiteren Verbesserungen wird fortlaufend gearbeitet.

 

[Stellungnahme Teehaus Ronnefeldt v. 30.04.2014]